Die Elementdecke

Elementdecke ist eine Fertigplatte mit statisch mitwirkender Ortbetonschicht gemäß DIN 1045, Abschnitt 19.7.6. Das 4 bis 6 cm dicke, vorgefertigte Betonelement enthält die für die Montagesteifigkeit erforderliche biegesteife Bewehrung in Form des Gitterträgers sowie die für die Montage und den Endzustand notwendige Biegezugbewehrung in Längs- und Querrichtung. Sämtliche später erforderlichen Aussparungen, Deckendurchbrüche, Elektrodosen, Wassernasen, Schrägen, Einbauteile etc. sind berücksichtigt. Das vorgefertigte Plattenelement dient während der Bauphase als Schalung und ist nach Aufbringen und Erhärten des Ortbetons als Gesamtquerschnitt mittragend. In Form der Gitterträger enthält das vorgefertigte Element die für den Endzustand notwendige Verbund- und/oder Schubbewehrung.
Im Endzustand, nach dem Erhärten des Ortbetons, verhält sich die Fertigplatte mit statisch mitwirkender Ortbetonschicht wie eine von Anfang an monolithisch hergestellte Stahlbetondecke. Das statisch und konstruktiv anrechenbare Zusammenwirken des Fertigteilelementes und des Ortbetons wird sichergestellt durch die bei der Elementproduktion gezielt aufgeraute Oberfläche, die einen optimalen Verbund zwischen Element- und Aufbeton garantiert. Die nach statischen Belangen eingelegte Verbund-/Schubbewehrung in Form von Gitterträgern sichert dieses Zusammenwirken. Durch die CAD/CAM-Herstellung dieses Systems werden alle nach den einschlägigen Normen und Zulassungen statisch erforderlichen Bewehrungen und konstruktiven Details ausgeführt. Damit sind alle möglichen Grundrisse und Lastbeanspruchungen wirtschaftlich durch gezielte Vorfertigung möglich.
Im Endzustand sind technisch keine Unterschiede zur monolithisch hergestellten Decke vorhanden. Durch die Gleichstellung der Fertigplatte mit statisch mitwirkender Ortbetonschicht mit der Ortbetondecke sind die Anforderungen an
- Brandschutz
- Wärmeschutz
- Schallschutz
identisch. Die gültigen Regelungen sind ohne Unterschied auf Elementdecken anwendbar.
(Quelle: Syspro)
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